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Die Halbinsel von Karaburun zählt 13 Dörfer, wovon 5 von der
Gemeinde Karaburun verwaltet werden. Die Dörfer sind sehr unterschiedlich
was Bräuche und Landschaft betrifft. Zwei Dörfer (Ambarseki und Saip)
liegen an der Ostküste, während die anderen drei Dörfer (Bozköy,
Tepeboz und Haseki) an der Westküste liegen. Das Fischerdorf von
Yeniliman – sicherlich einen Besuch wert - ist verwaltungstechnisch dem
Dorf Tepeboz zugeordnet. Die fünf Dörfer leben von kleiner Landwirtschaft wie Schafs- und
Ziegenzucht, Blumen- und Olivenanbau. Die Einwohner von Saip,
Tepeboz und Yeniliman betreiben teilweise auch Fischfang. Auf Grund der alten Register können wir feststellen, dass alle fünf
Dörfer eine ziemlich lange Geschichte haben. Im vergangenen Jahrhundert
haben die Dörfer jedoch viele Einwohner verloren. Das erste Mal war der
Anlass der erzwungene Bevölkerungsaustausch 1923 im Rahmen des Lausanner
Abkommens, in dessen Folge die in der Türkei lebenden orthodoxen Griechen
gezwungen wurden nach Griechenland und die in Griechenland lebenden
muslimischen Türken in die Türkei überzusiedeln. Ein zweites Mal verlor
die Karaburuner Halbinsel vor allem ihre jüngere Bevölkerung, die auf
der Suche nach Arbeit gezwungen war, nach Izmir zu ziehen. Obwohl sie nicht mehr existieren, kann man noch die Ruinen besuchen
von dem, was einst die Dörfer von Çullu, Hisarcik und Manastir (Kalecik)
waren. Die Karaburuner Gemeinde hat ein Projekt für die Restauration der
alten Moschee von Çullu ausgearbeitet.
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